SAM - Systemisches Aggressions-Management

Jedes Verhalten hat einen Grund

Wenn wir Gewalt erleben, hat diese bereits eine Geschichte, einen Aufbau hinter sich. Die Hintergründe sind nicht immer so ohne weiteres erkennbar, da die ursächlichen Faktoren mitunter weit in der Vergangenheit liegen und wir nun die Folgen davon erleben. Dennoch müssen wir unseren Umgang damit finden, denn Gewalt in höherer Ausprägung kann nicht mehr hingenommen werden.

 

Das acht•SAM-Konzept mit seinen Prinzipien und Methoden gibt in der täglichen Arbeit mit verschiedensten Klienten ein in der Praxis erprobtes und taugliches Handwerkszeug an die Hand, das Ihnen als Betreuer ebenso hilft wie den Betroffenen. Wirkliche Hilfe kann nur dort ansetzen, wo die Betroffenen in ihrem Zustand gesehen werden und ihnen eine Hilfestellung zur Verhaltensänderung geboten wird.

 

 

Deeskalation und Selbstverantwortung

Ohnmacht in Handlungsstrukturen produziert Gewalt. Das gilt für die Klienten und genauso für deren Begleiter.

 

Ein grundlegendes Verständnis für das Entstehen und die Eskalation von Aggression und Gewalt hilft dem Begleiter die zugrunde liegenden Gefühle aller Beteiligten zu erkennen und zu beschreiben, auch seine eigenen.

 

Wie schafft man es, wieder runter zu kommen? Oder den Klienten runter zu bringen?

 

Der nächste Schritt ist, den Menschen aus seinen Ohnmachts-Strukturen wieder in die eigene altersgemäße Enscheidungsfähigkeit und Verantwortung zu führen. Der Betroffene lernt eine neue Haltung der Eigenverantwortung und Selbstbestimmung.

 



Ressourcen nutzen, lösungsorientiert handeln

"Paul, du raubst mir den letzten Nerv.

Es war so schön ruhig, als du nicht da warst.

Ich hab nicht mehr von dir erwartet.

Lass das lieber Kevin machen.

Du bringst das eh nicht.

Aus dir wird nie etwas.

Beantrage schon mal Hartz IV."

 

Wer solche Sprüche hört, muss sich für unsere Worte verschließen. Paul fühlt sich wertlos, er ist eben ein Versager, da kann er machen, was er will. Diese Sprüche machen ihn klein, sein Selbsterhaltungstrieb wehrt sich verzweifelt dagegen. Und richtet sich letztendlich gegen uns.

 

Wer Paul so anspricht, wird nichts erreichen. Gibt es etwas an Paul, außer seiner sportlichen Leistungsfähigkeit, das positiv ist?

Auf den ersten Blick nicht.

 

Mit SAM lernen Sie seine Ressourcen zu erkennen und seine Defizite zu wandeln. Sie lernen, Paul mit anderen Augen zu sehen und entdecken seine Stärken.

Auf einmal wird aus der Phrase „Stärken stärken und Schwächen schwächen“ etwas Lebendiges.

 

Wenn Sie ihn wertschätzen, haben Sie schon den ersten Schritt in die Veränderung getan. Paul öffnet sein Ohr wieder und wird Ihnen zuhören. Mit SAM wird es Ihnen gelingen, Paul in die Eigenverantwortung zu führen und er wird aktiv am Lösungsprozess beteiligt.





Gewalt verstehen: Die AggressionsAcht

Die Aggressions-Acht ist ein Modell zur Beschreibung von Aggression und Gewalt. Mit ihr lassen sich alle Phasen von Aggression und die dazu gehörigen Gefühle in nur 8 Stufen bestimmen. Nicht jede aggressive Handlung ist destruktiv und erfordert ein Einschreiten. Erst wenn sie sich in Gewalt steigert und Schaden anrichtet, muss sie gestoppt werden. Welche Handlungsmöglichkeiten sind in den verschiedenen Phasen angemessen? Wie kann man jemanden aus der Gewalt heraus führen?

 

Das Acht•SAM-Konzept bietet Antworten.



 

Keiner geht verloren!

Viele engagierte Lehrer und Erzieher möchten ihre schwierigen Schützlinge erreichen und suchen nach einem Weg zu den ganz harten Fällen durchzudringen. Diese engagierten Menschen bekommen immer wieder - auch von Fachleuten - Sätze wie diesen zu hören: "Da kannst du nichts mehr machen, das ist nur noch Energievergeudung."

Hoffnungslose Fälle gibt es bei SAM nicht!!

 

Mit SAM geht keiner verloren.



Insofern stellt das acht-SAM-Konzept eine wertvolle Hilfe für die Menschen dar, die den anvertrauten Menschen nicht aufgeben möchten, die einen Weg suchen, ihm zu helfen. Ausgestattet mit der SAM-Kompetenz sind Sie handlungsfähig. Gleichzeitig sind Sie entlastet, weil die Verantwortung wieder an die Konfliktpartner zurückgegeben wird.

 

 

Die Umgebung mit einbeziehen

Die Arbeit mit dem acht•SAM-Konzept befähigt Pädagogen, Pfleger, Eltern oder andere Begleiter von Menschen soziale Strukturen neu zu gestalten und damit destruktive Aggressionen zu verändern. Im SAM-Seminar erwerben wir eine neue Sichtweise auf destruktive, herausfordernde oder gewalttätige Verhaltensweisen. Wenn wir verstehen, wie Aggression sich aufbaut, welche Faktoren auch außerhalb des Aggressors beteiligt sind, gelingt es uns häufig, den Prozess zu wandeln, bevor es zu Gewalt kommt.

 

Dieser Prozess wirkt sich nicht nur auf die Personen positiv aus, die Aggressionen zeigen. Der zugrunde liegende systemische Ansatz betrachtet das gesamte Beziehungsgeflecht. Veränderungen einer Person ziehen Veränderungen des gesamten Systems nach sich.





Der Qualitätsanspruch des Acht•SAM-Konzeptes

Gerade die anspruchsvollsten Fälle dienen als Gradmesser für die Qualität einer Methode. Wenn ein System versagt, muss das System überdacht werden und nicht der Mensch, dem es helfen soll. An diesem hohen Anspruch lässt sich SAM messen. Das acht•SAM-Konzept wird ständig weiterentwickelt. Wir Trainer stehen in engem Austausch miteinander und mit Dirk Schöwe, so dass unsere Erfahrungen der ständigen Weiterentwicklung zugute kommen.

Handle stets so, dass die Anzahl der Möglichkeiten wächst!

(Heinz von Foerster)

Aktuelles

Inhousekurse auf Anfrage

 

auch hilfreich

MarteMeo in Mecklenburg-Vorpommern